Sektionen

Guideline nach ISO 26000

Artikelaktionen

Ein Leitfaden von inhaltlichen Standards bei CSR

Seit das Thema gesellschaftliche Verantwortung von Organisationen zunehmend an Bedeutung gewinnt, nehmen auch die Bestrebungen von Unternehmen und Organisationen, einen eigenen freiwilligen Verhaltenskodex zu etablieren, deutlich zu. Diese codes of conduct werden jedoch immer komplexer und die Inhalte auch entsprechend der jeweiligen Unternehmensgröße unterschiedlich detailliert ausformuliert.

Im Jahr 2002 wurde so – angestoßen durch einen Normungsantrag der ISO-Verbraucherorganisation – das Norm-Projekt ISO 26000 der internationalen Normungsorganisation (ISO) – geboren. Nach Prüfung der Durchführbarkeit und der Marktbedürfnisse ging 2004 das Projekt unter dem Namen „Guidance on Social Responsibility“ in eine erste Arbeitsphase, jedoch unter der Prämisse, dass die Norm als Leitfaden formuliert und nicht zur Drittzertifizierung geeignet sein sollte.

An dem Projekt beteiligt sind Experten aus 80 Ländern und Vertreter der unterschiedlichen Stakeholdergruppen wie zum Beispiel Wirtschaft, NGOs, Verbraucherorganisationen oder Gewerkschafter.

Der Markenverband begrüßt das Projekt nachdrücklich. Denn die Fülle an unterschiedlichen Kodizes und die Bemühungen bei Unternehmen sowie deren Geschäftspartnern diese Kodizes auf gegenseitige Verträglichkeit zu prüfen und möglichst zu konsolidieren, binden unternehmensintern Arbeitskraft und erhöhen den administrativen Aufwand. Das eigentliche Ziel der codes of conduct, dass gesellschaftliches Engagement Mensch und Natur zu Gute kommen soll, wird somit nicht effizient erreicht.

Der Markenverband befürwortet daher einen Leitfaden zur CSR, der inhaltliche Maßstäbe setzt. Nach seinem Dafürhalten wird die Normung speziell kleinen und mittelständischen Zulieferunternehmen helfen, große Unternehmen als Geschäftspartner zu gewinnen, indem sie sich zur Erfüllung der Inhalte ISO-Guideline bekennen.

Der Markenverband unterstützt ebenso Bemühungen, in das Projekt Vertreter aller Nationen und aller Stakeholder einzubinden. Denn nur durch Anhörung und Beteiligung aller Regionen und Interessengruppen kann gewährleistet werden, dass die Norm von allen akzeptiert und angewendet wird.

Trotz der Komplexität des Arbeitsprozesses konnte in einigen Punkten schon Konsens erreicht werden: Die Definition von „Social Responsibility“ und eine Liste der grundlegenden Prinzipien und Kernthemen wurden bereits verabschiedet werden.

 


Ansprechpartner: Dr. rer. pol. Dominik Klepper, Leiter Wirtschaftspolitik / Umwelt / Nachhaltigkeit

Artikelaktionen