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Herausforderung für Verbände

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Einer für Alle - Einigkeit bei sozialem und ökologischem Engagement macht stark

Der Markenverband will eine Unterstützung für seine Mitglieder in ihrem gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Engagement sein. Um diesem Ziel näher zu kommen hat der Markenverband früh einen eigenen code of conduct aufgesetzt, an dessen Wortlaut und Inhalten sich die Unternehmen des Verbandes orientieren können. So versucht der Markenverband mit seinem eigenen Verhaltenskodex einen Standard zu setzen, der den Unternehmen helfen soll, gemeinsame Formulierungen zu schaffen und Kompromisse zu schließen. Denn viele codes of conduct werden Geschäftspartnern bei gemeinsamen Projekten vorgelegt, die wiederum die Kompatibilität und Umsetzbarkeit mit den eigenen Verhaltensregeln prüfen. So bremst die gegenseitige formale Anpassung der Kodizes das eigentliche Projekt: CSR wird zur administrativen Hürde und kann nicht mehr aktiv gelebt werden. Der Markenverband identifiziert Synergien, fördert Verständigung und gegenseitige Anerkennung und formuliert einheitliche Inhalte und Standards.

Der Markenverband bietet sich bei der Vermittlung und Verständigung zwischen Unternehmen und NGOs an, die gemeinsam soziale oder ökologische Projekte umsetzen wollen. Nicht immer stimmen die Erwartungen der NGOs mit den Möglichkeiten der Unternehmen überein. Hier fördert der Markenverband die Kontaktaufnahme und erleichtert den fruchtbaren Dialog. So setzen Unternehmen beispielsweise Kinderhilfsprojekte gemeinsam mit der UNICEF oder Umweltprojekte mit dem WWF erfolgreich um.

Und natürlich ist der Markenverband auch ein Forum, in dem Erfahrungen ausgetauscht, Synergien genutzt und Informationen abgerufen werden können. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können von den Erfahrungen und Anregungen größerer Unternehmen im Bereich CSR profitieren. Hier wird sich der Markenverband zukünftig sehr stark engagieren. Noch dieses Jahr wird eine Online-CSR-Wissensplattform allen Mitgliedern vorgestellt und zur Verfügung gestellt. Diese wird ständig aktualisiert und ergänzt. Zusätzlich bietet der Markenverband einen Gesprächskreis Verbraucherpolitik/CSR an, bei dem sich die Mitglieder direkt austauschen und ihre Wünsche an den Markenverband herantragen können.

Aber der Markenverband unterstützt seine Mitglieder nicht nur aktiv bei sozialem und ökologischem Engagement. Eine der wichtigsten Aufgaben des Verbandes ist die Interessenvertretung der Markenwirtschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit. Die Initiativen der Unternehmen führen häufig dazu, dass die gesellschaftlichen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten verschoben wahrgenommen werden können. So bleibt es bei allem Engagement der Wirtschaft für Projekte zur Unterstützung von Schulen, Sportvereinen oder erfolgreicher Migration doch Aufgabe der Politik, Bildung zu fördern, das Angebot an sportlichen Aktivitäten nachhaltig zu erweitern, für Ernährungsaufklärung zu sorgen und wirkungsvolle Integrationspolitik zu betreiben. So verhindern laut Markenverband beispielsweise nicht etwa Werbeverbote oder Lebensmittelkennzeichnungen die zunehmende Übergewichtigkeit von Kindern. Vielmehr liegt es beim Staat, über den Zusammenhang von Bewegung – Ernährung – Körpergewicht frühzeitig und nachhaltig aufzuklären. Für den Markenverband bleibt soziales und ökologisches Engagement bei Unternehmen ein Muss. CSR ist jedoch keinesfalls Ersatz für die Verantwortung und die Pflichten von Staat und Politik.

 


Ansprechpartner: Dr. rer. pol. Dominik Klepper, Leiter Wirtschaftspolitik / Umwelt / Nachhaltigkeit

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