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Alle für Einen - Starke Marken stehen für starke gesellschaftliche Verantwortung
Heute unter dem Schlagwort CSR bekannt, hat gesellschaftliche Verantwortung in Deutschland tatsächlich eine lange und gelebte Tradition. In vielen alteingesessenen Familienunternehmen entspringt der Wille zu sorgfältigem und verantwortungsvollem Umgang mit den Mitarbeitern einem tieferen, inneren Bedürfnis. Aber auch in anderen Unternehmen ist die Motivation zur Sorgfaltspflicht gegenüber den Beschäftigten stark verwurzelt. Sie sehen den Mitarbeiter als wertvollstes Gut der Unternehmung.
Und die Bedeutung von CSR wächst ständig weiter. Marken werden heute nicht nur an qualitativ hochwertigen Produkten gemessen, sondern auch an ihrem Image. Dieses wiederum wird stark von den Faktoren soziales Engagement und gesellschaftlichen Verantwortung geprägt. Geht ein Unternehmen gut mit seinen Mitarbeitern um und engagiert sich darüber hinaus in Projekten, die beispielsweise Wissenschaft, Bildung oder ökologisches Gleichgewicht fördern, wird dies unweigerlich in die Beurteilung des Unternehmens mit einfließen. Aber nicht nur das Image sondern auch der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt von CSR ab. Zukünftig werden Fondsmanager verstärkt bei ihren Empfehlungen zu Investition auch ethische und gesellschaftliche Kriterien mit einbeziehen. Aus der Sicht der Anleger liegt der positive Effekt von CSR auf der Hand: Gutgeführte Mitarbeiter sind motivierter, weniger krankheits- oder unfallbedingte Ausfälle erhöhen die Firmenleistung und ökologisches Bewusstsein kann den Energieverbrauch senken.
In einer Mitgliederbefragung des Markenverbandes wurde die Bedeutung von CSR für die Markenunternehmen hinterfragt. Viele Unternehmen legten ihre Erkenntnisse und Einschätzungen offen. Die Ergebnisse helfen dem Markenverband, konkreten Handlungsbedarf zu identifizieren und zukünftige Aktivitäten zielgerichtet zu initiieren.
Den Ergebnissen nach schätzt eine überwältigende Mehrzahl der an der Befragung Beteiligten - 98,6 % - gesellschaftliches Engagement als wichtiges Thema ein. Diese Einschätzung wird untermauert von den Angaben über die Zuständigkeiten. Danach liegt die Verantwortung für das Thema CSR mehrheitlich bei der Geschäftsführung, dem Vorstand oder der Kommunikationsabteilung. Diese hohe Priorisierung ergibt sich aus den veränderten Erwartungen relevanter Stakeholdergruppen. So nehmen fast alle Unternehmen (98,9%) eine hohe Sensibilisierung der Eigentümer oder der Anteilseigner für gesellschaftliches Engagement und dem daraus resultierenden Firmenimage wahr. Und mehr als 80 % nehmen wahr, dass CSR einen wichtigen Einfluss auf das Thema Mitarbeitermotivation hat. Für die Mehrheit der Markenunternehmen stehen daher die Mitarbeiter an erster Stelle, wenn es um soziale und gesellschaftliche Verantwortung geht. Aus- und Weiterbildung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Beschäftigungssicherung, work life balance und Chancengleichheit sind die Themen, bei denen verstärkt investiert wird.
Fast zwei Drittel aller befragten Marken verfügt bereits über einen code of conduct, einen freiwilligen, gesellschaftlichen Verhaltenskodex, 90% der Unternehmen setzen Managementsysteme für Nachhaltigkeit ein.
Für zwei Drittel der Markenunternehmen ist außerdem klar, dass CSR zukünftig an Bedeutung zunehmen wird. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an den Markenverband, zukünftig verstärkt Mitglieder zu unterstützen, Erfahrungsaustausch zu forcieren und Standards zu definieren.
Besonders Markenunternehmen treiben CSR voran. Starke Marken stehen im Licht der Öffentlichkeit. Marken machen soziales und ökologisches Engagement sichtbar und wirkungsvoll.
Ansprechpartner: Dr. rer. pol. Dominik Klepper, Leiter Wirtschaftspolitik / Umwelt / Nachhaltigkeit
