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Marke und Umweltschutz sind eng miteinander verbunden. Die Marke genießt das Vertrauen des Verbrauchers, mit den natürlichen Ressourcen der Erde verantwortlich umzugehen. Markenführende Unternehmen sehen sich im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung und begreifen diese Herausforderung als Chance der unmittelbaren Kommunikation mit ihren Konsumenten. Seit vielen Jahren veröffentlichen Mitglieder des Markenverbandes Umweltberichte (Sustainability Reports) und haben entsprechende Umweltmanagementsysteme implementiert. Der Markenverband unterstützt das Nachhaltigkeitsmanagement seiner Mitglieder durch Entwicklung von Leitlinien und als Informationsplattform.
Zentral befasst sich der Markenverband mit Verpackungsfragen im Umweltbereich, da die Verpackung das Gesicht der Marke gegenüber dem Verbraucher ist. Das über die Verpackung transportierte Profil der Markenpersönlichkeit, aber auch die enthaltene Informationen zum Dialog mit dem Verbraucher bilden eine wirksame Kommunikationsplattform. Insofern ist es für Markenhersteller außerordentlich wichtig, dass die Gestaltung der Verpackungen ohne weitere diskriminierende Eingriffe vorgenommen werden kann. Die 1991 erlassene Verpackungsverordnung sollte zur Vermeidung von Verpackungen beitragen und im Getränkebereich Mehrwegverpackungen als ökologisch vorteilhaft privilegieren. Die sogenannte Mehrweg-Quote hat der Markenverband stets abgelehnt und die Privilegierung einer Verpackungsart mit fragwürdigen ökologischen Argumenten kritisiert. Er hat sich für eine liberale Umsetzung der Rücknahme- und Verwertungspflichten eingesetzt und war Mitbegründer der Duales System Deutschland GmbH (DSD), die als Dienstleister der Verpflichteten Unternehmen des Handels und der Industrie gegründet wurde. Der heute bestehende Wettbewerb wird vom Markenverband begrüßt, sofern er waffengleich geführt wird. Das im Laufe der Jahre zunehmende Problem des Trittbrettfahrertums, hat der Markenverband durch vielfache Aktivitäten versucht einzuschränken und sich letztlich dafür stark gemacht, dass die Verpackungsverordnung novelliert wird. Die seit 2008 verabschiedete Regelung muss nun ihren Praxistest bestehen.
Die Zukunft der Abfallentsorgung wird nach heutigem Ermessen geprägt sein von steigenden Erlösen für durch die Verwertung gewonnene Wertstoffe. Sammlungen werden zunehmend lukrativ für Entsorger, staatliche Regulierungen (Quoten etc.) werden an Bedeutung verlieren. Der Markenverband beteiligt sich aktiv an der Diskussion, alternative Modelle zu entwickeln und zu analysieren. Letztlich sollte die Entsorgung von Abfällen und Wertstoffen dort erfolgen, wo sie anfallen − Basis einer verursachergerechten Zuordnung der Kosten.
Die CO2-Minderungsprogramme nationaler und internationaler Herkunft beschäftigen ebenfalls die Markenhersteller. Im Rahmen ihrer Umweltberichterstattung wird bereits heute klimarelevantes Verhalten aufgeführt. Dabei sind nicht nur die Transporte betroffen, sondern insbesonders auch die Produktion und die Beschaffung. Ein produktbezogenes CO2-Label wird aber der Komplexität des darzustellenden Inhaltes nicht gerecht. Der Markenverband hat dazu sowie zum Nachhaltigkeits-Verständnis der Marke ein Positionspapier mit dem Titel „Marke: Label für Nachhaltigkeit“ veröffentlicht.
