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Selbstverpflichtung europäischer Markenhersteller

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Der europäische Markenverband (AIM) hat eine „Charta für Marken für Gesundheit und Wohlbefinden“ entworfen. Mit ihr erklären die unterzeichnenden Markenhersteller ihren Willen, in der Produktentwicklung und dem Marketing verstärkt auf Aspekte der Gesundheit und des Wohlbefindens von Verbrauchern zu achten und dies so zu kommunizieren, dass den Konsumenten gesundheitsbewusste Entscheidungen erleichtert werden. Mit dieser bislang beispiellosen Selbstverpflichtung übernimmt der europäische Markenverband gesamtgesellschaftliche Verantwortung, indem er nicht nur die vorhandenen Wünsche der Verbraucher zu befriedigen sucht, sondern unter Berücksichtigung modernster wissenschaftlicher Erkenntnisse sie durch Aufklärung und Marketing zu einem gesünderen Konsum bewegen will.

Die EU-Gesundheitskommissarin Androula Vassiliou begrüßte die Charta in einem öffentlichen Statement: „Es ist sehr erfreulich, dass sich führende Unternehmen in Europa entschieden haben nicht einfach nur über Gesundheit zu reden, sondern diese Aspekte in ihr Marketing und ihre Produktentwicklung zu integrieren und das Thema Gesundheit als Teil ihrer strategischen Vision zu verankern.“

Viele Mitglieder des Markenverbands gehören zum Gründungskreis. Insgesamt haben über 50 Hersteller die Charta unterschrieben. Sie bleibt offen für alle Unternehmen, die sich der selbstverpflichtenden Absichtserklärung anschließen möchten. Die Mitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Branchen; von Lebens- und Haushaltsmitteln über Spielzeug bis hin zur Kosmetik. Sie repräsentieren einige der bedeutendsten Marken, die es aktuell in Europa gibt. Viele AIM Mitglieder aus der Lebensmittelwirtschaft sind auch der EU-Plattform für Ernährung, Bewegung und Gesundheit beigetreten, um dort im Einklang mit der europäischen Gesundheitspolitik sowohl Übergewicht als auch Umweltverschmutzung zu bekämpfen.

Trotz ihrer klaren und unmissverständlichen Ziele ist die AIM Charta ein flexibles Instrument, welches keine konkreten Anleitungen oder Vorgaben beinhaltet. Wie die Unternehmen Aspekte aus den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden in ihre kommerziellen Aktivitäten einbeziehen, obliegt ihnen alleine. Hier setzt man bewusst auf Kreativität. Damit jedoch die AIM Charta nicht lediglich eine lose Absichtserklärung bleibt, werden die Unternehmen individuelle Kennzahlen und Indikatoren entwickeln, anhand derer sich messen und überprüfen lässt, inwieweit die gesetzten Ziele tatsächlich erreicht werden. Die Charta sieht zudem vor, dass die Unternehmen entsprechende Informationen AIM zur Verfügung stellen, um Erfolge auch gegenüber Behörden und Stakeholdern darstellen zu können und dem freiwilligen Engagement gegenüber der Öffentlichkeit Glaubwürdigkeit zu verschaffen.


Ansprechpartner: RA Dr. jur. Alexander Dröge, Leiter Recht/Verbraucherpolitik

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