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Beziehung zum | Marktpartner Handel

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Insbesondere der Vertrieb von klassischen Markenartikeln aus dem Bereich der Konsumgüter erfolgt in Deutschland traditionell nicht direkt durch den Hersteller an den Endverbraucher, sondern über den Einzelhandel als sog. Vertriebsmittler.

Auch die annähernd flächendeckende Verbreitung des Internets und die Errichtung sogenannter „Factory Outlet Center“ für den Direktvertrieb insbesondere von Textilien, Sportartikeln und ganz allgemein Gebrauchsgütern hat hieran für die meisten Produkte nicht grundsätzlich etwas geändert.

Gemeinsam bieten Markenartikelhersteller und ihre Handelspartner Verbrauchern und anderen Nachfragern attraktive, sichere und hochwertige Produkte in einem von Sortimentsvielfalt und Preiswürdigkeit geprägten, modernen Einzelhandelsumfeld. Die Markenkommunikation begleitet dabei die Produktpräsentation bis an den „Point of Sale“.

In den letzten Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen Markenartikelindustrie und Handel eine neue Qualität erreicht. Die Herausforderungen moderner Warenwirtschaftssystem und globaler Beschaffungsmärkte werden gemeinsam und zum Vorteil auch der Verbraucher gelöst.

Die Wertschöpfungsgemeinschaft zwischen Markenartikelherstellern und Handelsunternehmen ist heute aber nicht immer frei von Konflikten. Das Vertriebsinteresse des Handels an den zur Listung vorgeschlagenen Sortimenten des Lieferanten ist von zahlreichen Faktoren abhängig und droht teilweise hinter andere Wertschöpfungsstrategien zurück zu treten.

Die als Folge der Konzentrationsentwicklung bei einigen Handelsunternehmen bestehende Marktmacht und der extrem harte Preiswettbewerb auf den Absatzmärkten gegenüber den Verbrauchern hat teilweise dazu geführt, dass Handelsunternehmen nicht mehr mit ihren Lieferanten, sondern an ihren Lieferanten Geld verdienen wollen. Teilweise missbrauchen Handelsunternehmen ihre Nachfragemacht, um bestimmte Vorteile zu erreichen, für die es keine sachliche Rechtfertigung gibt.

Der Markenverband setzt sich daher für eine funktionierenden Fusionskontrolle ein, aber auch für den offenen Dialog mit dem Marktpartner Handel. Es gilt, auch dort das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass Hersteller und Handel eine auf  Wertschöpfung ausgerichtete Kooperation im Wettbewerb verfolgen müssen.


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