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Steigende Bedrohung durch Produkt- und Markenpiraterie für Wirtschaft | und Verbraucher

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Steigende Bedrohung durch Produkt- und Markenpiraterie für Wirtschaft und Verbraucher

 ++ Zahl der Beschlagnahmen im Jahr 2013 dramatisch gestiegen.

++ Verdreifachung der Aufgriffszahlen beim Spielzeug

++ Aufgriffe bei Körperpflegeprodukten erheblich gestiegen

++ Erneuter Anstieg der Aufgriffe im Postversand

Berlin, 21.03.2014. Das sichtbare Ausmaß der Produkt- und Markenpiraterie hat einen historischen Höchststand erreicht: Im Jahr 2013 beschlagnahmte der Deutsche Zoll über 3,9 Millionen gefälschte Produkte, mit einem Gesamtwert in Höhe von 134 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund, dass der Zoll lediglich zwei bis drei Prozent aller Waren kontrollieren kann, ist eine dramatische Dunkelziffer zu vermuten. Wie skrupellos gewerbsmäßige Betreiber von Produkt- und Markenpiraterie bereit sind die Gesundheit von Kindern und Verbrauchern aufs Spiel zu setzen, zeigt die Verdreifachung der Aufgriffszahlen bei Spielzeug und Spielen binnen Jahresfrist auf nahezu 720.000 Fälle.

Seit mehreren Jahren zeigt die Zollstatistik, dass Fälscher für die Ausübung ihres kriminellen Handwerks zunehmend auf die Nutzung des Internet und die Distribution per Postversand setzen. Auch im Jahr 2013 stieg die Anzahl der Aufgriffe im Postversand um 3 Prozentpunkte. "Das bestätigt die Beobachtungen der Markeninhaber, dass das Internet als Verkaufskanal mit anschließendem Postversand der Ware immer größere Bedeutung erlangt“, sagt Dr. Alexander Dröge, Leiter Recht und Verbraucherpolitik im Markenverband e.V. „Wenn man Verbraucher hier besser schützen will, müssen auch Verkaufsplattformen im Internet stärker in die Verantwortung genommen werden. Es bedarf einer entsprechenden Präzisierung im Telemediengesetz", betont Dröge.

Die heute vom Bundesministerium der Finanzen bekannt gegebenen Zahlen 2013 zur Produkt- und Markenpiraterie sind gerade auch für die Kosmetikbranche erschreckend. Im vergangenen Jahr wurden im Produktsegment Parfum und Kosmetik Waren im Wert von 22,84 Mio. Euro sichergestellt. Die Anzahl beschlagnahmter Waren stieg um sage und schreibe 68 Prozent von 607.300 auf 1.024.840 Stück.

Martin Ruppmann, VKE-Geschäftsführer: „Diese Werte zeigen ein weiterhin steigendes Bedrohungspotential für die Konsumenten. Mit der Verwendung gefälschter Kosmetika – die minderwertige bzw. verunreinigte Rohstoffe enthalten können - ist ein unkalkulierbares gesundheitliches Risiko verbunden. Wir müssen aufgrund des weltweiten Online-Handels leider zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer bei den Aufgriffszahlen ausgehen. Deshalb warnen wir die Konsumenten eindringlich vor dubiosen Händlern, gerade im Internet.“

Ansprechpartner:
Dr. Alexander Dröge                                                  
Leiter Recht / Verbraucherpolitik                        
Markenverband e.V.
Tel.        030/ 20 61 68 40
E-Mail: a.droege@markenverband.de

Martin Ruppmann
Geschäftsführer
VKE - Kosmetikverband
Tel.      030/ 20 61 68 20
E-Mail: ruppmann@kosmetikverband.de   

Der 1903 in Berlin gegründete Verband ist die Spitzenorganisation der deutschen Markenwirtschaft. Die Mitglieder stehen für einen Markenumsatz im Konsumgüterbereich von über 300 Mrd. Euro und im Dienstleistungsbereich von ca. 200 Mrd. Euro in Deutschland. Der Markenverband ist damit der größte Verband dieser Art in Europa. Die Mitgliedsunternehmen stammen u. a. aus den Bereichen Nahrungs- und Genussmittel, Mode und Textil, pharmazeutische Produkte und Dienstleistungen. Zu den Mitgliedern zählen Beiersdorf, Hugo Boss, Coca-Cola, Deutsche Bank, Deutsche Post, Falke, Miele, Nestlé, Procter & Gamble, Dr. Oetker, Volkswagen und viele andere renommierte Firmen. 

Der VKE-Kosmetikverband, Berlin wurde 1952 in Frankfurt am Main gegründet und nimmt die gemeinsamen Berufs- und Fachinteressen der Distributeure bzw. Hersteller selektiv vertriebener Duft- bzw. Kosmetikprodukte in Deutschland wahr. Mitglieder des VKE sind heute über 50 deutsche Vertriebstöchter ausländischer Stammhäuser bzw. inländische Kosmetikproduzenten, die über 200, zum Teil weltbekannte Marken und einen Umsatz von ca. 2 Mrd. € repräsentieren.

Ansprechpartner: RA Dr. jur. Alexander Dröge, Leiter Recht/Verbraucherpolitik

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