Jahresbericht 2026/27

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Compliance im Markenverband

Vertrauen entsteht nicht von selbst – Compliance schafft die Grundlage dafür. Erfahren Sie, wie der Markenverband seine Mitglieder in einem immer komplexeren Wettbewerbsumfeld unterstützt und warum Compliance heute wichtiger ist denn je.

Dr. iur. Andreas Gayk

Compliance

Compliance gehört zur DNA jeder Marke, denn die Einhaltung von Regeln ist ein wichtiges Element zur Schaffung und Bewahrung von Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Konsequente Compliance-Anstrengungen sind zugleich ein deutliches Zeichen gegen übermäßige Regulierung und für Offenheit in der Gesellschaft.

Der Markenverband hat sich als einer der ersten Verbände ein Compliance-Programm gegeben und engagiert sich bei der Etablierung und Fortentwicklung von Transparenz, Fairness und verantwortungsvollem unternehmerischem Verhalten.

Die Aufgaben des Verbandes bedingen, dass der Schwerpunkt seiner Anstrengungen im Kartellrecht liegt. Ein ganzes Bündel an Maßnahmen trägt dazu bei, den legitimen Austausch der Unternehmen in den Gremien des Markenverbandes abzusichern und sowohl den Verband als auch seine Mitglieder vor Rechtsverstößen zu schützen.

Unser Compliance-Programm ermöglicht den legitimen Austausch untereinander und schützt sowohl den Verband als auch seine Mitglieder vor Rechtsverstößen.

Andreas Gayk | Stellv. Hauptgeschäftsführer

Wettbewerbsbehörden stocken auf

Das Kartellrecht und seine Anwendung sind von beständigem Wandel geprägt. Mit der Digitalisierung verändern sich Märkte sowie Geschäftsmodelle und erfordern neue Antworten des Rechts. Die deutschen und europäischen Wettbewerbsbehörden haben personell sowie technisch aufgestockt und verfolgen Wettbewerbsverstöße deutlich intensiver.

Ökonomische Erkenntnisse fließen heute weit stärker in die Verwaltungspraxis ein. Damit verlieren starre Beurteilungen an Bedeutung und die Ergebnisse können stärker am Einzelfall ausgerichtet werden. Zugleich werden sie damit aber auch weniger vorhersagbar.

Die sich verändernde Rechtslage verschiebt weitere Verantwortung auf die Unternehmen: Sie müssen eigenverantwortlich einschätzen, ob ihr Verhalten gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.

Gegenüber den seit Ende 2023 bestehenden Eingriffsbefugnissen des Bundeskartellamts hilft das jedoch nicht mehr. Ausgangspunkt für die behördliche Regulierung im Nachgang zu Sektoruntersuchungen ist nicht mehr das Verhalten individueller Unternehmen, sondern die Feststellung einer bloßen Wettbewerbsstörung. Entscheidungspraxis gibt es hierzu bisher noch nicht. Daher ist nicht einmal in Ansätzen klar, was diese Veränderungen für die Compliance-Anstrengungen der Unternehmen bedeuten. Sicher ist nur: Sie bleiben wichtig.

Die sich verändernde Rechtslage verschiebt weitere Verantwortung auf die Unternehmen: Sie müssen eigenverantwortlich einschätzen, ob ihr Verhalten gegen das Wettbewerbsrecht verstößt.

Andreas Gayk | Stellv. Hauptgeschäftsführer

Regelmäßige Schulungen

In den öffentlichen Diskussionen trägt der Markenverband dazu bei, Fragen zu klären und der Markenwirtschaft auch in Zukunft einen sicheren Rahmen für freie unternehmerische Tätigkeit zu geben. Präsenz- und Online-Schulungen, die der Markenverband seinen Mitgliedern anbietet, unterstützen die Mitgliedsunternehmen in ihren eigenen Compliance-Anstrengungen.

Compliance ist Arbeitsvoraussetzung für den Markenverband. Nicht nur, weil sie gefordert ist, sondern weil es richtig ist, unsere wettbewerbliche Marktordnung zu leben.