In vielen Branchen ist eine zunehmende Vertikalisierung der Marktteilnehmer zu verzeichnen. So auch in den Lieferketten des Lebensmitteleinzelhandels. Diese bringt neben dem Potenzial für Effizienzgewinne zugleich auch wettbewerbliche Risiken entlang der Lieferkette mit sich. Informationsvorsprünge aus der Vertikalisierung können Machtverschiebungen oder gar Marktabschottungen führen. Die Monopolkommission thematisierte dies in ihrem jüngsten Sondergutachten zum Wettbewerb in den Lebensmittellieferketten. Die klassische Funktionsteilung zwischen den Marktstufen wird vielfach ersetzt durch das Entstehen von neuen Wettbewerbsverhältnissen. Das kann Grundannahmen der bisherigen Wettbewerbspolitik in Frage stellen mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Reichweite von Verboten.
Was bedeutet das für Unternehmen, worauf müssen sie sich und ihr Verhalten einstellen?
Diesen Fragen widmet sich der 5. Wettbewerbstag des Markenverbands aus der Perspektive von Unternehmen, Wissenschaft und Praxis.
Das Programm
Grußwort und Einleitung Franz-Olaf Kallerhoff, Präsident Markenverband
„Von Kunden und Lieferanten im Wettbewerb“
Kay Fischer, CEO Fürsten-Reform
"Die Lebensmittelbranche im Fokus des Kartellrechts"
Andreas Mundt, Präsident Bundeskartellamt
Q&A-Session
„Vertikalisierungstendenzen in Lebensmittellieferketten aus wettbewerbspolitischer Perspektive“ Dr. Marc Bataille, Generalsekretär Monopolkommission
„Vertikalisierung am POS“
Dr. Kim-Manuel Künstner, Partner Schulte Rechtsanwälte
„Wettbewerbsstörung durch Vertikalisierung im LEH aus der Sicht der Wissenschaft“
Prof. Dr. Florian Wagner-von Papp, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Abschließendes Panel mit allen Referenten