17.03.2026
Bei Unilever sind wir darum bemüht, unseren Verbrauch an Primärkunststoffen zu senken, indem wir mehr PCR-Kunststoffe verwenden – Kunststoffe also, die bei Endverbraucherinnen bereits im Abfall gelandet sind und recycelt wurden.
Doch was wie ein direkter Materialtausch klingt, ist in Wirklichkeit ein extrem komplexes Unterfangen. Um zu verstehen, wo das Problem liegt, haben wir mit Dion Moran und Severine Mongauze gesprochen, die in den globalen Teams für Forschung und Entwicklung bzw. nachhaltige Beschaffung tätig sind.
Welche Fortschritte sind bei Unilever im Bereich der PCR-Materialien zu verzeichnen?
Dion: Seit 2019 konnten wir unseren Einsatz an Primärkunststoffen um 23 % reduzieren – heute bestehen mehr als 21 % unserer Plastikverpackungen aus PCR-Materialien. Viele unserer Power Brands, wie Hellmann‘s, Dove und Dirt Is Good, setzen sie in sehr hohem Maße ein.
Severine: Durch die Steigerung des PCR-Anteils und die physische Sammlung ist es uns im Jahr 2024 gelungen, 93 % unseres Plastikverpackungs-Fußabdrucks zu sammeln und zu verarbeiten. Über lokale Partnerschaften und die Beteiligung an Programmen zur erweiterten Herstellerverantwortung setzen wir uns auch weiterhin für die Sammlung von Verpackungen ein und testen zugleich ständig neue Materialien und Technologien, um den PCR-Anteil noch mehr auszubauen.
Wo liegen die größten Herausforderungen, wenn man mehr PCR-Materialien einsetzen möchte?
Severine: In der Beschaffung von hochwertigen PCR-Materialien. Angebot und Nachfrage sind begrenzt, was in Kombination mit komplexen Marktdynamiken dazu führt, dass PCR teurer ist als Primärkunststoffe. Deshalb brauchen wir neue Recyclingtechnologien und gut durchdachte Vorschriften wie die erweiterte Herstellerverantwortung – um Anreize für die Sammel-, Sortier- und Recyclinginfrastruktur zu schaffen und das Angebot zu verbessern.
Wie Unilever die Herausforderungen angeht und was unsere Forscher an der Arbeit begeistert, lesen Sie unter dem folgenden Link.




