Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie

Positionen Markenschutz

Markenverband fordert die Aufnahme des Kampfes gegen Produkt- und Markenpiraterie auf die Prioritätenliste der EMPACT-Plattform.

Die EU legt in 2025 die Prioritäten im Rahmen der "European multidisciplinary platform against criminal threat" (EMPACT) für die kommenden vier Jahre von 2026 bis 2029 fest.

Der Markenverband setzt sich dafür ein, dass der Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie Bestandteil dieser Prioritätenliste wird. Das haben wir in einer Stellungnahme beim zuständigen Bundeministerium des Inneren mit Nachdruck hinterlegt. Im aktuell auslaufenden Zyklus bis 2025 war Produkt- und Markenpiraterie zuletzt im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkriminalität eine Priorität. Vor dem Hintergrund, dass der Verkauf von gefälschten Produkten häufig eine Finanzierungsquelle der organisierten Kriminalität ist, muss aus unserer Sicht diese Prioritätensetzung erneut erfolgen.

Die EMPACT-Plattform ist eine Zusammenarbeit der Polizei- und Justizbehörden der EU-Staaten. EMPACT listet die Maßnahmen auf, für die bei Kontrollen an den Außengrenzen besonders intensiv zwischen Polizei, Justiz und Zoll zusammengewirkt werden soll. Ziel ist es, die wichtigsten Bedrohungen für die Europäische Union einheitlich und methodisch anzugehen, indem die Zusammenarbeit zwischen den betreffenden Dienststellen der Mitgliedstaaten, den EU-Organen und EU-Agenturen sowie Drittländern und Organisationen verbessert und gestärkt wird.

 

Mehr Beiträge

30.01.2026

Illegale und unsichere Produkte in Europa besser bekämpfen

Markenhersteller stehen mit ihren Marken für Vertrauenswürdigkeit in hohe Qualität und Sicherheit sowie für innovative Lösungen. Die Vertrauenswürdigkeit von Marken wird untergraben, wenn qualitativ minderwertige, unsichere oder unter…

22.01.2026

Warum die Politik jetzt gegen unlautere Handelspraktiken vorgehen muss

Der deutsche Lebensmitteleinzelhandel ist hochkonzentriert. Das macht vor allem mittelständischen Markenherstellern zu schaffen. Der Rechtsrahmen muss dringend überarbeitet werden.

15.12.2025

Umsetzung der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) in deutsches Recht: Prioritäten, Risiken und Empfehlungen

Mehr Bürokratie, neue Zahlungsströme und 90 Mio. Euro Zusatzkosten jährlich? Der Markenverband warnt vor einer Übererfüllung der PPWR und fordert effiziente Verfahren, klare Anreize und den Verzicht auf neue nationale Strukturen.

19.09.2025

Weniger Bürokratie für praxistaugliches Umweltrecht

Die Europäische Kommission will mit einer neuen Initiative die Verwaltung im Bereich des Umweltrechts vereinfachen. Der Markenverband unterstützt dieses Ziel ausdrücklich.

09.09.2025

Ein erfolgreicher Binnenmarkt für alle: für Vielfalt, gegen neue Verbote

Position zur Diskussion um ein gesetzliches Verbot territorialer Lieferdifferenzierungen. Begründung, weshalb ein solches Verbot viele Risiken mit sich brächte und die Verbraucherpreise in Europa dadurch nicht gesenkt würden.

11.08.2025

EU-Verbraucheragenda muss zur Binnenmarktstrategie passen

Der Markenverband lehnt zusätzliche belastende Bürokratie im Bereich Verbraucherschutz ab. In der EU besteht bereits ein funktionierendes Regelwerk.

23.07.2025

Stellungnahme zum 3. UWG-Änderungsgesetz: Keine Übererfüllung der EU-Vorgaben

Neben den Vorgaben der EU-Richtlinie sieht der aktuelle Referentenentwurf zusätzliche Regelungen vor, die Unternehmen als übermäßig und praxisfern einstufen.

20.05.2025

Gefährliches Werbeverbot für Muttermilchersatzprodukte

Die World Health Organisation (WHO) plant eine Resolution zum Verbot von Werbung für Muttermilchersatzprodukte - für die Betroffenen hochgradig gefährlich.

09.05.2025

Keine Überregulierung des EU-Binnenmarkts

Markenverband will einen starken EU-Binnenmarkt für alle. Überregulierung lehnen wir konsequent ab. Es besteht kein Regulierungsbedarf bei territorialer Lieferdifferenzierung.

04.04.2025

Was es für Investitionen in Innovationen braucht

Hauptgeschäftsführer Patrick Kammerer ordnet ein, was die US-Zollpolitik für die Regierungsagenda und die Markenwirtschaft in Deutschland bedeutet.

04.03.2025

Verbraucher im ökologischen Wandel

Europäische Richtlinie „Empowering Consumers for the Green Transition“ vor Umsetzung in deutsches Recht. Markenverband bezieht Stellung.

28.02.2025

Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie

Markenverband fordert die Aufnahme des Kampfes gegen Produkt- und Markenpiraterie auf die Prioritätenliste der EMPACT-Plattform.

14.02.2025

Nachfragemacht des Handels

In einem Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden der Edeka-Zentrale, Markus Mosa, in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 09. Februar 2025 sind einige Fakten zu kurz gekommen, andere verlangen Widerspruch.

07.01.2025

Bessere Zusammenarbeit gegen unfaire Handelspraktiken in Europa

Die Europäische Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, wie nationale Behörden künftig enger zusammenarbeiten können, um unlautere Handelspraktiken („Unfair Trading Practices“, kurz UTP) in der EU wirksamer zu bekämpfen.

15.05.2024

Europa Manifest für die neue Legislaturperiode des EU-Parlaments

Für die kommende Legislaturperiode von 2024 bis 2029 stellt der Markenverband klare Forderungen an das Europäische Parlament.

13.02.2024

Europäische Zahlungsverzugsverordnung

Der Markenverband warnt vor den negativen Auswirkungen der geplanten neuen Verordnung zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr.

05.02.2024

Wettbewerbsdurchsetzungsgesetz

Allgemeinwohl kann nur durch fairen Leistungswettbewerb gesichert werden, wenn missbräuchliches Verhalten auch von Nachfragern und im Oligopol verhindert wird.

09.11.2023

Europäisches Lieferkettengesetz (CS3D)

Für Marken ist die Achtung der Menschenrechte in ihren Lieferketten essentiell. Wichtige Ziele der Regelung dürfen nicht durch administrative Hürden gefährdet werden.

27.09.2023

Zertifizierung von Green Claims in der EU

Klares „Nein“ zu Greenwashing: Verbraucher müssen vertrauenswürdige Informationen über die Umweltfreundlichkeit der Produkte erhalten.

22.06.2023

Verbot von an Kinder gerichteter Werbung

Werbeverbote sind nicht geeignet, Übergewicht bei jungen Menschen zu bekämpfen – es braucht einen ganzheitlichen „Kinder-Gesundheitspakt“ für Deutschland.

02.11.2022

Reform des Verpackungsgesetzes

Markenunternehmen befürworten die Förderung ressourcenschonender Verpackungsdesigns und des Einsatzes von Rezyklaten.