Keine Überregulierung des EU-Binnenmarkts

Positionen Wettbewerb

Markenverband will einen starken EU-Binnenmarkt für alle. Überregulierung lehnen wir konsequent ab. Es besteht kein Regulierungsbedarf bei territorialer Lieferdifferenzierung.

Derzeit werden auf europäischer Ebene Lösungen gesucht, den EU-Binnenmarkt im Grundsatz zu reformieren.

Ein Punkt, der in diesem Zusammenhang reformiert werden soll, sind sogenannte territoriale Lieferdifferenzierungen. Gefordert wird eine Regulierung, die diese Praxis beschränkt. 

Aus Sicht der Markenunternehmen besteht im System der beschränkten Gesetzgebungskompetenzen der Europäischen Union weder die Möglichkeit, noch die Notwendigkeit, einseitige unternehmerische Praktiken zu verbieten, die unterhalb der Schwelle der Marktbeherrschung liegen. 

Der Binnenmarkt ist aus Sicht des Markenverbands eine der größten Errungenschaften der Europäischen Union. Er fördert das Wirtschaftswachstum, treibt Innovationen voran und gewährleistet die Produktvielfalt für Verbraucherinnen und Verbraucher. Dies gilt es konsequent zu schützen und nicht durch Überregulierung zu gefährden. 

Darum geht es 

Händler behaupten, dass große Konsumgüterhersteller Einzel- und Großhändler daran hinderten, Produkte dort zu beziehen, wo sie es im Binnenmarkt wünschen. Durch ihre Beschränkungen, die als territoriale Lieferbeschränkungen bezeichnet werden, würden sie verhindern, dass die Einzelhändler das beste Angebot für die Verbraucher erhalten, das zu Preissenkungen beitragen könnte.

Als territoriale Lieferbeschränkungen werden immer wieder Differenzierungen in der Verpackung bzw. in den Preisen genannt. Daneben werden Lieferverweigerungen behauptet. 

Angesichts der Tatsache, dass viele Verbraucher mit gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kämpfen hätten, sei es Zeit, dass die Europäische Kommission handele und den Einzelhändlern helfe, bessere Angebote für die Verbraucher zu erzielen. 

Einordnung durch den Markenverband 

Die Markenunternehmen und der Markenverband treten der Behauptung vehement entgegen, zur Verwirklichung eines starken Binnenmarkts seien neue eigenständige Regelungen notwendig. Solche Regelungen sollte es bestimmten großen Herstellern untersagen, ihren Kunden Beschränkungen aufzuerlegen. Andernfalls wäre es Einzelhändlern schwerlich möglich, Produkte in einem Mitgliedstaat zu kaufen und in einem anderen weiterzuverkaufen. 

Fakt ist: Solche Praktiken sind bereits durch die Wettbewerbsregeln des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union reguliert. Neue Regulierungen sind nicht notwendig.

Die ausführliche Begründung lesen Sie in unserem Positionspapier (siehe PDF).

 

Mehr Beiträge

17.02.2026

Finanzbuchhalter/in gesucht

Wir suchen ab sofort eine:n Finanzbuchhalter/in (m/w/d) in Teilzeit oder Vollzeit bei uns im Team in der Geschäftsstelle Unter den Linden in Berlin.

27.10.2025

Pressesprecher*in gesucht

Wir suchen ab sofort eine:n Pressesprecher*in (m/w/d) in Vollzeit bei uns im Team in der Geschäftsstelle Unter den Linden in Berlin.

30.04.2025

UBA verlängert Frist für Mengenmeldung nach Einwegkunststofffonds-Gesetz

Das Umweltbundesamt verschiebt die Meldefrist nach Einwegkunststofffonds-Gesetz (EWKFondsG) um einen Monat und setzt die externe Prüfpflicht aus.

16.04.2025

EU-Entwaldungsverordnung: Jetzt gut vorbereiten

In einem Webinar zur EU-Entwaldungsverordnung klärt der Markenverband auf, was jetzt für die Unternehmen wichtig ist.

29.10.2024

Green Claims: Risiken & Chancen

Das Webinar “Green Claims: Risiken & Chancen”, veranstaltet vom Markenverband zusammen mit PwC Deutschland hat Teilnehmenden wertvolle Einblicke in die Green Claims Directive und die Empowering Consumers Directive gegeben.

27.09.2024

Was ist eigentlich Gold-Plating?

Das Bürokratieentlastungsgesetz IV ist verabschiedet. Wir haben Fragen. Jetzt mitmachen bei unserem Bürokratie-Quiz!

29.04.2024

Schutz geistigen Eigentums besser verankern

Markenverband, BDI, DIHK und der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie (APM) haben am Tag des geistigen Eigentums zu einer hochkarätigen Tagung nach Berlin eingeladen.

26.04.2024

Social Media-Kampagne zum Markenschutz

Der Markenverband startet die Kampagne “Echt Fake”. Sie soll insbesondere die Generation Z auf Social Media über die Gefahren von Fälschungen aufklären.

30.11.2023

Werblicher Zugang bei ARD und ZDF

Für die Markenwirtschaft sind ARD und ZDF sowohl für die Meinungsbildung als auch als Medium für die werbliche Kommunikation von herausragender Bedeutung.